
WLAN-Router in Hotels sind beliebt und heute geforderter Standard von Gästen, ob Urlauber oder Geschäftsreisende. Es ist ja so bequem und komfortabel, schnell und kostenlos über den Laptop oder das Handheld ins Internet zu gehen. Auch die erfahrenen Systemadministratoren von reinheimer systemloesungen haben in der Vergangenheit bereits davor gewarnt, dies ohne jegliche Sicherheitsvorkehrungen zu tun! Eine aktuelle Cyberangriffswelle gibt jetzt Anlass, die Warnungen vor argloser Nutzung offener WLAN-Netzwerke zu erneuern.
Die US-amerikanischen IT-Sicherheitsforscher von ReliaQuest melden, dass offenbar russische Cybergangster WLAN-Zugangspunkte in Hotels und Konferenzzentren kompromittiert haben: Die manipulierten Router machen sie auf diese Weise zu tückischen Fallen für Geschäftsreisende. EDV-Techniker nennen das von ReliaQuest aufgedeckte Vorgehen DNS-Poisoning.
Man gibt eine Internetadresse ein. Der Computer des Nutzenden fragt einen DNS-Server nach der zu dieser URL gehörenden IP-Adresse. Der Browser verbindet sich mit dieser IP-Adresse. Damit Anfragen schneller beantwortet werden können, speichern DNS-Server ihre Antworten für eine gewisse Zeit im Cache.
Dabei manipulieren Kriminelle den DNS-Cache so, dass die an sich korrekte User-Eingabe einer URL zu einer anderen, kriminellen Seite umgeleitet wird. Im vorliegenden Fall werden arglose Nutzende zu Fake-Seiten geführt. Wer hier seine Zugangsdaten für Windows 365 eingibt, landet bei den Angreifern.
Die mutmaßlichen Angreifer firmieren unter „APT28“ sowie den Namen „Fancy Bear“ oder „Forest Blizzard“ und sind wohl mit dem russischen Militärgeheimdienst verbunden.
2007 gegründetes Cybersicherheitsunternehmen mit Sitz in Tampa/Florida. Spezialisiert auf Lösungen für die Erkennung, Analyse und Reaktion auf Cyberangriffe in Unternehmen.
Grundsätzlich sollte man sich in offenen Netzwerken NUR verschlüsselt über VPN bewegen! Der Fachdienst Heise rät dazu, den VPN-Tunnel auf Unternehmensrechnern dauerhaft aktiv zu lassen; zudem solle sämtlicher Datenverkehr inklusive DNS über das Unternehmensnetzwerk geleitet werden. Dann bleiben die Kriminellen auch bei kompromittierten Hotel-Routern außen vor. Via.
Generell ist Zwei-Faktor-Authentifizierung sehr empfehlenswert. Selbst wenn Kriminelle Zugangsdaten erbeuten, scheitern sie an 2FA.
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ReliaQuest: DNS Poisoning Tactics Expand to Hospitality Wi-Fi
boerse-express: Microsoft 365: DNS-Angriffe auf Geschäftsreisende in Hotels
Heise – russische Angreifer: Microsoft-365-Zugangsklau durch Hotel-Router