USB Stick als Sicherheitsrisiko
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Vertrauliche und wichtige Daten gehören nicht auf einen USB Stick

Mit der Speicherung von Daten auf einem USB-Stick sind verschiedene Sicherheitsriken verbunden. Zum Einen werden Daten häufig unverschlüsselt gespeichert und zum anderen sind Risiken wie der Verlust des gesamten USB-Sticks und ein Defekt durchaus wahrscheinlich. Daher kann der USB-Stick als Sicherheitsrisiko eingestuft werden.

Neben dem Risiko eines Verlustes von USB Sticks, der Möglichkeit des Datendiebstahls aufgrund unverschlüsselter Speicherung und einem Defekt gibt es einige weitere im Folgenden aufgelistete Risiken.

Welche Risiken gehe ich mit der Nutzung eines USB-Sticks ein?

  • Verlust des USB-Sticks und Datendiebstahl durch fehlende Verschlüsselung
    Üblicher Weise ist kein Passwortschutz und keine Verschlüsselung für die auf dem USB-Stick gespeicherten Daten aktiviert. Dies kann bei manchen Daten akzeptabel sein, ist jedoch für Unternehmensdaten mehr als kritisch zu betrachten. Zwar gibt es Geräte mit Verschlüsselung und biometrischen Authentifizierungsmöglichkeiten, jedoch sind diese nicht so weit verbreitet, wie die klassischen Geräte. Die Möglichkeit, die auf dem USB-Stick gespeicherten Daten mittels einer Softwarelösung zu verschlüsseln, wird nur von den wenigsten Anwendern in Anspruch genommen.
  • Defekt des USB-Sticks
    Nicht selten werden USB-Sticks als Werbegeschenke und kostenlose Beigaben verwendet. Insbesondere bei günstiger Herstellung leider manchmal die Qualität. Dies kann in manchen Fällen dazu führen, dass die gespeicherten Daten plötzlich nicht mehr lesbar sind es zum Datenverlust kommt.
  • Technische Probleme mit dem Computer aufgrund qualitativ minderwertiger USB-Sticks
  • Die Nutzung von USB-Ports am PC stellt ein zusätzliches Sicherheitsthema dar
    Bei Betriebssystemen wie Microsoft Windows gibt es eine Funktion, die beim Einlegen eines Datenmediums automatisch eine Datei auf diesem Medium startet. Dabei handelt es sich um die sogenannte Autorun-Funktionalität. Ist nun der USB-Stick mit einer solchen Datei präriert, so kann Schadcode eingeschleust werden, noch bevor die Anti-Virus Software reagieren kann. In aktuellen Betriebssystemausführen ist die Autorun Funktionalität bei USB Geräten zwar nicht mehr aktiv, jedoch besteht das Risiko durch präparierte USB-Sticks im Grundsatz nach wie vor.
  • Übersehen eines getarnten Spionage USB-Sticks
    Diese Sticks melden sich gegenüber dem Computer als Tastatur an und missbrauchen über diesen Weg die Zugriffsrechte des jeweils angemeldeten Benutzerkontos. Derartige Szenarien stellen auch für eine Anti-Virus Software eine große Herausforderung dar, schließlich wurde eine Tastatur bisher immer als vertrauenswürdig eingestuft.
  • Bedrohung durch Trojaner und Viren
    Durch die Nutzung eines USB-Sticks an unterschiedlichen Computern können Viren und Trojaner auf den Stick gelangen, denn es ist nicht sichergestellt, dass jeder Anwender eine entsprechende Sicherheitssoftware installiert hat.

Wie kann ich mich schützen?

  • Verwenden Sie niemals USB-Speichermedien, deren Herkunft für Sie unklar ist
  • Sollten Sie einen USB-Stick finden, geben Sie diesen bitte beim Sicherheitsdienst Ihres Unternehmens, oder bei Ihrem Vorgesetzten ab
  • Möchten Sie einen USB-Stick nutzen, dann verschlüsseln Sie die Daten darauf (z.B. mit Microsoft Bitlocker, 7-Zip, Veracrypt oder einer Hardwareverschlüsselung)
  • Sichern Sie wichtige Daten auf dafür vorgesehenen Speichermedien, wie beispielsweise RDX Medien, LTO Medien oder Business Cloud-Lösungen.
  • Falls Ihr Betriebssystem eine Autostart-Funktionalität aktivert hat, schalten Sie diese ab
  • Nutzen Sie immer eine aktuelle Anti-Virus Software sowie eine professionelle Hardware Firewall Appliance
  • Verzichten Sie auf USB-Sticks die Ihnen im Rahmen von Werbemaßnahmen angeboten werden

Sie wünschen zusätzliche Informationen zu diesem Thema?

Im Zusammenhang mit der unverschlüsselten Speicherung von Daten auf USB-Sticks hat der Hersteller Kingston eine Studie erstellt, die Sie gerne hier ansehen können: http://www.kingston.com/de/company/press/article/48111

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