
Viele Patientinnen und Patienten scheinen KI über Instanzen wie ChatGPT zunehmend in ihre gesundheitliche Beratung einzubeziehen, so eine Studie der Pronova BKK. 62 Prozent können sich sogar vorstellen, sich ausschließlich auf KI zu verlassen, statt eine echte ärztliche Diagnose einzuholen. Und fast jeder Dritte hat das den Befragungsergebnissen nach bereits getan.
Besonders Jüngere „verlassen“ sich in Gesundheitsfragen in großer Zahl auf die KI: „54 % der 18- bis 29-Jährigen haben die Diagnose von ChatGPT und Co. bereits dem Besuch in der Praxis vorgezogen.“ Via.
Ein aus unserer Sicht bedenklicher Befund der Umfrage: Wenn ärztlicher Rat und Angaben von künstlicher Intelligenz unterschiedlich ausfallen, „folgt etwa jede*r 4. der KI und ignoriert die Empfehlung der Ärzteschaft“.
Warum „bedenklich“? Dazu die Ärztin Dr. med. Anke Hurst: „KI kann veraltete, unvollständige und schlicht falsche Informationen liefern, denn sie arbeitet oft nicht mit geprüften Quellen und aktuellen Leitlinien.“
Weltweit wenden sich nach einem Bericht des Deutschen Ärzteblattes „mehr als 230 Millionen Menschen“ mit Gesundheitsfragen an den Chatbot. Die Redaktion befasste sich auch mit dem noch nicht verfügbaren Angebot von „ChatGPT Gesundheit“. Nutzende sollen in Zukunft „elektronische Patientenakten“ oder auch ihre „Gesundheits- und Wellness-Apps an ChatGPT anbinden können“. Das Ärzteblatt spricht auch heikle Fragen des europäischen und deutschen Datenschutzes an: „Da die Anwendung mit hochsensiblen Gesundheitsdaten wie dem Inhalt von Patientenakten arbeitet, dürfte sie als Hochrisikosystem eingestuft werden und entsprechend hohe Auflagen erhalten.“ Derzeit ist ChatGPT Gesundheit in Deutschland noch nicht verfügbar. Via.
Volker Nürnberg, Professor für Management im Gesundheitswesen an der Allensbach Hochschule, hat sich mit Chancen und Risiken von ChatGPT im Gesundheitswesen auseinandergesetzt. Zitat: „Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit der Verwendung von ChatGPT können auftreten, wenn Patient:innen dem Chatbot unter anderem vertrauliche Informationen zu chronischen Erkrankungen anvertrauen.“ Falls diese Daten nicht ausreichend gesichert würden, bestehe „das Risiko des Missbrauchs oder der unbefugten Weitergabe an Dritte“.
Die digitale Transformation im Gesundheitswesen schreitet rasant voran. Elektronische Patientenakten (ePA), E-Rezepte, E-Arztbriefe, Telemedizin und Videosprechstunden gehören heute zum Praxisalltag. Als erfahrene Systemadministratoren unterstützen wir Ärztinnen und Ärzte mit bedarfsgerechten, sicheren und zukunftsfähigen EDV-Infrastrukturen – ob Apple macOS, Microsoft-Windows-Umgebungen oder Linux. Als professioneller EDV-Dienstleister in Hessen kümmern wir uns umfassend um die technische Infrastruktur betreuter Arztpraxen.
Dabei prüfen wir unter anderem, ob die vorhandene Hardware den aktuellen und zukünftigen Anforderungen gerecht wird. Ebenso übernehmen wir die Einrichtung und Betreuung von Virenschutz, Firewalls, Software-Updates, zuverlässigen Backup-Lösungen sowie Datensicherungen.
Persönlich sind wir unter anderem für Praxen in den hessischen Kreisen Darmstadt-Dieburg, Bergstraße, Odenwaldkreis, Offenbach, Main-Kinzig-Kreis, Wetteraukreis, und Hochtaunuskreis sowie im Kreis Groß-Gerau im Einsatz.
reinheimer systemloesungen in Darmstadt steht seit mehr als einem Vierteljahrhundert für zuverlässige IT- und Computer-Expertise im Gesundheitswesen. Unser erfahrenes Administratorenteam unterstützt Arztpraxen kompetent, persönlich und nachhaltig.
Pronova BKK: Fast jede*r 3. verzichtet nach KI-Diagnose auf den Arztbesuch
Deutsches Ärzteblatt: „ChatGPT Gesundheit“ geht ans Netz
ChatGPT und Datenschutz – wie sicher sind Ihre Daten wirklich?
Giel | Rechtsanwalt: ChatGPT revolutioniert die Arbeitswelt – aber wie steht es um den Datenschutz?
OpenAI: Introducing ChatGPT Health
Allensbach-Hochschule: ChatGPT im Gesundheitswesen – Chancen und Risiken