Signal: Höchste Kreise von Social Engineering betroffen
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Signal: Höchste Kreise von Social Engineering betroffen

Der Messengerdienst Signal galt vielen als Muster für Vertraulichkeit im Netz. Seit April 2026 macht er Schlagzeilen: Höchste Kreise – unter ihnen die Bundestagspräsidentin und zwei Bundesminister –, Militärs, Beamte, Diplomaten und Journalisten wurden Opfer einer Social-Engineering-Kampagne. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Spionage. Signal bessert bei der Sicherheit nach.

Systemadministration Darmstadt: Was ist bei Signal passiert?

Es handelte sich um Phishing-Attacken beziehungsweise Social Engineering. Die Angreifer gaben sich als Signal Support aus und verleiteten ihre Opfer, Aktivierungscodes oder PINs herauszugeben. Damit konnten die Cyberkriminellen die solchermaßen kompromittierten Konten der Betroffenen auf eigenen Geräten spiegeln. Sie konnten beziehungsweise können so vertrauliche Nachrichten mitlesen. Die Breite des Angriffs lässt Experten an staatliche Akteure glauben. Die Bundesregierung sieht Spuren nach Moskau. IT-Experten halten es aber auch für möglich, dass China via Signal Industriespionage betreiben könnte. Via

Das vorliegende Beispiel zeigt, dass nicht die Verschlüsselungstechnik von Signal geknackt wurde. Vielmehr fanden die Cyberangreifer über Social Engineering, also „Menschen-Hacking“, unbefugt Zugang zu vertraulichen Inhalten.

„Wenn Politiker:innen … dafür sorgen möchten, dass ähnliche Operationen (oder die aktuell noch andauernde russische Kampagne) in Zukunft weniger Schaden anrichten, sollten sie dafür sorgen, ihre eigene Sicherheitskompetenz zu erhöhen.“ Das schreiben die Wissenschaftler und IT-Experten Alexandra Paulus, Sven Herpig sowie Dennis-Kenji Kipker und der Rechtsanwalt Stefan Hessel in einem Gastbeitrag für Die Zeit. Thema waren unter anderem Wünsche nach einer Verbannung von Signal aus dem politischen Raum.

Die Angriffe laufen laut BSI und Verfassungsschutz weiter. Den Tätern geht es um kriminelle Übernahme von Signal-Konten, heimliches Mitlesen von Nachrichten über unbefugt verknüpfte Geräte sowie Zugriff auf Gruppen und Kontakte ihrer Opfer.

Was tut Signal – und wie kann ich mich schützen?

Signal führt neue Warnhinweise für unbekannte Kontakte ein. Hier mehr zum Signal-Update 8.12. Der Signal-Support gibt unter der Überschrift „Wie du dich auf Signal schützen kannst“ grundsätzliche Security-Hinweise, wie man auf dem Messengerdienst sicher unterwegs ist. Die vielleicht wichtigste Warnung: „Gib niemals SMS-Bestätigungscodes, Wiederherstellungsschlüssel, Passwörter oder Zahlungsinfos weiter.“

Wichtig auch:

  • „Gib keine Codes weiter, weder SMS noch PINs noch Wiederherstellungsschlüssel.“
  • „Ändere deine Sicherheitseinstellungen, um die zweistufige Verifizierung mit Registrierungssperre zu aktivieren.“

Und wenn Ihr Signal-Kontakt gehackt wurde?

Das BSI hat hierzu einen sehr übersichtlichen Handlungsleitfaden veröffentlicht, welche Schritte Sie umgehend tun sollten, wenn Ihr Konto gehackt worden ist. Der Leitfaden thematisiert die Vorgehensweise für zwei Szenarien eines erfolgreichen Angriffs auf Ihr Signal-Konto:

  1. „Was müssen Sie tun, wenn Sie einen SMS-Code und/oder PIN eingegeben, aber noch Zugriff auf Ihr Konto haben.“
  2. „Was müssen Sie tun, wenn Sie einen SMS-Code und/oder PIN eingegeben und keinen Zugriff mehr auf Ihr Konto haben?“

Alles Weitere finden Sie hier.

reinheimer systemloesungen, die EDV-Sicherheits-Experten für Hessen – der wichtige Faktor „Mensch“ für die IT-Security

Das Beispiel „Signal“ verweist darauf, wie wichtig es ist, über technische Aspekte wie etwa Firewalls, Virenschutz, verschlüsselte Verbindungen und funktionsfähige Back-up-Strukturen hinaus auch die Nutzenden von EDV-Infrastrukturen im Blick zu haben. Seit langem spielen Schulungen von Mitarbeitenden im EDV-Service für unsere mehr als 120 Kundinnen und Kunden in der Metropolregion Frankfurt-Darmstadt eine zentrale Rolle. Hier finden Sie weiterführende Informationen, was wir für Ihr Team tun können. Wichtiger Aspekt unseres EDV-Services ist die allgemeinverständliche Kommunikation mit den Usern von Systemlandschaften.

Wichtig ist uns auch, dass unsere Klienten nicht durch Wartungsverträge gebunden werden. Sie bleiben so lange bei uns, wie Sie möchten.

Seit mehr als 25 Jahren sind wir im Einsatz in der Systembetreuung. Unsere erfahrenen Systemadministratoren sind aktiv in Städten wie Frankfurt, Darmstadt, Offenbach, Fulda oder auch Gießen – kurz: in ganz Hessen. Hier finden Sie Kontakt zu unserer externen Systemadministration. Lesen Sie auch mehr darüber, wie unsere Kundinnen und Kunden die Zusammenarbeit mit uns sehen.

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