

KIM – „Kommunikation im Medizinwesen“ – ist eins von drei zentralen Elementen im digitalen Gesundheitswesen – neben ePA (elektronische Patientenakte) und E-Rezept. Dafür verantwortlich: die staatseigene gematik GmbH.
IT-Sicherheitsforscher Prof. Dr.-Ing. Christoph Saatjohann (FH Münster) berichtete beim 39. Chaos Communication Congress (39C3) über Sicherheitslücken beim als „sicher“ beschriebenen elektronischen Kommunikationssystem für Arztbriefe zwischen Praxen und Krankenhäusern. Die Gematik brachte einen „Hotfix“ (kurzfristige Fehlerbeseitigung) auf den Weg. Durch dieses außerplanmäßige Sicherheitsupdate sollen die meisten Probleme beseitigt sein, heißt es in Medienberichten. „Das System, das sensible Patientendaten zwischen Arztpraxen und Kliniken übertragen soll, wies jahrelang schwere Schwachstellen auf“, beschrieb Süddeutsche.de den jetzt aufgedeckten Vorfall.
„Wenn die Nachricht vom Fake-Doktor kommt“, titelte netzpolitik.org. Mit geringem Aufwand können Angreifer unter anderem gefälschte Mail-Adressen anlegen und damit vermeintlich seriös wirkende Nachrichten versenden. Auf diese Weise lassen sich Praxissysteme infiltrieren, um beispielsweise Patient:innendaten zu stehlen.
Wie das Portal zu dieser Headline kommt, ist dem Artikel zu entnehmen. Die inzwischen hoffentlich vollständig beseitigte Sicherheitslücke habe Angreifer dazu befähigt, mit gefälschten Absender-Adressen Nachrichten zu versenden. Die Angreifer seien dadurch in der Lage gewesen, „Praxissysteme [zu] infiltrieren, um beispielsweise Patient:innendaten zu stehlen“.
Wer eine KIM-Mail-Adresse anmelden wolle, braucht laut „Netzpolitik.org“ nur den Ausweis einer medizinischen Einrichtung (SMBC-Karte). IT-Sicherheitsforscher Saatjohann wird in dem Portal mit der Aussage zitiert, dass solche Ausweise „hin und wieder“ auch auf eBay verkauft würden. Via.
Bereits Mitte September hat IT-Security-Experte Saatjohann die Gematik über seine Untersuchungsergebnisse informiert. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zum Fall „Kim“: Laut Tagesschau.de hält das BSI ein „unmittelbares Risiko für die Patienten“ für „unwahrscheinlich“.
Jetzt wieder aufs alte Fax umzusteigen, ist übrigens auch ein Irrweg! Denn Faxe sind auf dem Transportweg überhaupt nicht verschlüsselt! Darüber haben die EDV-Experten von reinheimer systemloesungen in Darmstadt schon vor längerer Zeit berichtet.
Ärztinnen und Ärzte vertrauen größtenteils langjährig der EDV-Kompetenz von reinheimer systemloesungen in Darmstadt/Südhessen. Seit mehr als 25 Jahren kümmern wir uns als Systemhaus in der Region Rhein-Main, unter anderem in Frankfurt am Main, Wiesbaden, Offenbach, Hanau, Gießen und Marburg, um die Betriebssicherheit bedarfsgerechter EDV-Netzwerke in Arztpraxen, mittelständischen Unternehmen, Vereinen und NGOs. Lesen Sie hier mehr über unsere Referenzen.
Unsere erfahrenen Systemadministratoren kennen sich bestens in der Welt von Windows, Apple und Linux aus. Wir sorgen dafür, dass Sicherheitsupdates konsequent und rechtzeitig aufgespielt werden. Ebenso kümmern wir uns um Softwareaktualisierungen sowie um notwendige Virenschutz- und Firewall-Updates.
Darüber hinaus schulen wir Ihr Team zu wichtigen Themen der EDV-Sicherheit. Wir etablieren zuverlässige Back-up-Strukturen, damit auch im Falle eines Systemabsturzes Anwendungen und Daten jederzeit schnell und zuverlässig wiederhergestellt werden können. Innerhalb vereinbarter Rufzeiten stehen wir unseren Kundinnen und Kunden in Darmstadt, Frankfurt, Kassel und ganz Hessen auch persönlich als Helpdesk zur Verfügung.
tagesschau.de: Unsichere Ärztepost – Schwachstellen im E-Mail-System aufgedeckt
Süddeutsche: Wenn die Arzt-E-Mail nicht vom Arzt kommt
Netzpolitik.org: Wenn die Nachricht vom Fake-Doktor kommt
Heise – 39C3: Wie ein Forscher das sichere Mail-Netz der Medizin erneut überlistete
Gematik-Fachportal: Technische Informationen zu KIM