Sicherer unterwegs
lto, datensicherung
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Der Sitznachbar kann Passwörter ausspähen und Geschäftsgeheimnisse ausspähen

Laptop, Tablet, Smartphone – immer mehr Nutzer sind mobil im Netz unterwegs: Sie arbeiten im ICE oder im Flieger an vertraulichen Business-Unterlagen, loggen sich in aller Öffentlichkeit mit ihrem Passwort oder Ihrer Passphrase ein und surfen in öffentlichen Netzen. Viele Anwender sind sich der Gefahren, die hier lauern, nicht bewusst.

Sensibilisierung der Benutzer

Betreiber öffentlicher Hotspots können geschäftskritische Daten und Log-ins auslesen, wenn diese nicht verschlüsselt übertragen werden. Andere Teilnehmer im Netzwerk eines öffentlichen Hotspots könnten darüber hinaus Ihren Rechner angreifen. Wer sich auf Geschäftsreise oder im Urlaub befindet und sich in öffentlichen WLAN-Netzen bewegt, deren Sicherheitsniveau unbekannt ist, muss ungeschützt damit rechnen, dass seine Daten gestohlen oder dass sein Rechner mit Viren beziehungsweise Trojanern verseucht wird. Windows 10 bietet eine Reihe virtueller Helfer, um das zu verhindern. Darüber hinaus gibt es eine Reihe hilfreicher Accessoires, damit sie sicherer im Netz unterwegs sind, wo auch immer Sie sind.

Zuallererst: Niemand darf Ihre Passwörter (er-) kennen!

Ob im Liegestuhl am Strand, in der Hotel-Lobby, im Bus oder im Flieger: Sie kennen die Absichten Ihres Sitznachbarn nicht und sollten deshalb nie öffentlich sichtbar Passwörter eintippen. Windows 10 bietet eine Reihe von Alternativen, um sich diskret und sicher einzuloggen. Die Funktion „Hello“ erlaubt das Anmelden per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung über einen 3D-Scan. Das können einige Geräte der Microsoft-Surface-Reihe bereits. Tipp des erfahrenen IT-Spezialisten: „Sie sollten die Option Sperrbildschirm bei Gesichtserkennung automatisch schließen abschalten, denn sonst kann es dazu kommen, dass Ihr Laptop oder Tablet seine Inhalte automatisch freigibt, sobald er ihr Gesicht erkennt. Und dann können Dritte ungewollt Inhalte mitlesen.“ Mehr zu Windows Hello.

Passphrase oder Passwort am Schlüsselbund

IT-Experten hören oft, dass Kunden Schwierigkeiten haben, sich komplizierte Passwörter oder Passphrasen, wie sie Windows 10 erfordert, zu merken. Dafür gibt es kleine Helfer, die man einfach am Schlüsselbund befestigen und bei sich führen kann. Nicht größer als ein USB-Stick ist der YubiKey. Ihn steckt man einfach in den USB-Schacht. Per Knopfdruck sendet er die Passphrase an den Computer. Mehr zu diesem Werkzeug finden Sie auf ZEIT online.

Vorsicht bei offenen WLAN-Netzen: die sichere, „getaktete“ Mobilfunk-Alternative

„Wer sich in öffentlichen WLAN-Netzen bewegt, lebt zwar kostenfrei, aber unsicher – denn Feind kann bei unverschlüsseltem Datenverkehr (siehe auch VPN) mithören oder den eigenen Rechner mit Viren oder Trojanern angreifen“, warnt der im Raum Frankfurt-Rhein/Main aktive IT-Experte Pascal Reinheimer. Sicherer ist es, eine Mobilfunk-Datenverbindung zu nutzen. Problem dabei sind die Datenvolumina. Doch hierfür bietet Windows 10 die Möglichkeit einer sogenannten getakteten Verbindung.

Der Darmstädter Informatiker Pascal Reinheimer: „Geben Sie Getaktete Verbindung ein, und Ihr Microsoft-Betriebssystem Windows 10 weiß, dass Sie auf Ihren Datenverbrauch achten beziehungsweise sparsam damit umgehen müssen.“ „Getaktet“ bewegt sich Windows 10 im Datensparmodus. Das Betriebssystem lädt in diesem Datengeiz-Zustand beispielsweise nur noch wichtige Updates herunter.

Simpler analoger Tipp für unterwegs: Blickschutzfolien gegen neugierige Blicke

Nutzen Sie Blickschutzfolien für Ihre Bildschirmoberfläche. Sie verhindern, dass Nachbarn ihre Bildschirminhalte lesen können, weil sie den Einblick nur aus einem bestimmten Winkel erlauben. Mehr dazu auf den Seiten des Fachmagazins Chip.

Und wenn Sie gar nicht um ein öffentliches WLAN herumkommen?

Der Darmstädter EDV-Experte Pascal Reinheimer weist für diesen Fall auf eine wichtige Windows 10-Funktion hin. „Markieren Sie das Netz, in dem Sie sich bewegen, als öffentlich. Das aktiviert die Firewall des Betriebssystems. Zudem sollten Sie die Systemfrage, ob Ihr Computer von Dritten in diesem Netzwerk gefunden werden darf, verneinen. Damit machen sie es potenziellen Angreifern aus dem Netz sehr schwer.“

In öffentlichen Netzen verschlüsselt mit VPN sicher unterwegs sein

Zitat von www.polizei-beratung.de: Nutzen Sie fremde WLAN, z.B. öffentliche Hotspots an Flughäfen oder in Cafés nur mit einem VPN (Virtuelles privates Netzwerk), das Ihre Internetverbindung abhör- und manipulationssicher macht.“ Der Begriff VPN steht für Virtual Private Network. Eine VPN-Software sorgt dafür, dass Ihre Daten verschlüsselt und damit für Außenstehende nicht auslesbar übertragen werden. Technische Details interessieren möglicherweise Systemadministratoren und andere EDV-Spezialisten. Für Sie als Nutzer ist eine Information entscheidend, die der IT-Sicherheits-Spezialist Kaspersky treffend auf den Punkt bringt: Ein VPN schafft einen sicheren Korridor durch all die Unsicherheiten öffentlicher Netzwerke.

Mehr zum Thema VPN: die nach Auffassung des Fachmagazins „Chip“ besten VPNs.

Was tun für den Fall, dass Ihr Gerät liegenbleibt oder gestohlen wird

IT-Experten-Tipp von reinheimer systemloesungen in Darmstadt: „Schalten Sie auf jeden Fall Ihre Ortungsdienste ein. Dann haben Sie eine gewisse Chance, ein liegengelassenes oder gestohlenes Gerät wiederzufinden, solange es noch eingeschaltet und online ist.“ Wo kann ich diese Funktion unter Windows 10 einstellen? „Sie finden die Option „Mein Gerät suchen“ unter „Updates und Sicherheit“. Und wenn der Laptop oder das Tablet verschwunden bleibt beziehungsweise offline ist? Für diesen Fall sollten Sie ein funktionsfähiges Backup inklusive Betriebssystem auf einer Festplatte oder eine SD-Card griffbereit haben, um es auf einem neuen Gerät zu installieren. Diese können Sie beispielsweise im Hotel-Schließfach lagern.“ Sie haben Fragen dazu? Wenden Sie sich an reinheimer systemloesungen in Darmstadt.

Backup-Alternative in der Cloud

Eine Backup-Alternative ist Microsofts OneDrive mit einer Speicherkapazität von 5 Gigabyte in der Cloud. Der OneDrive-Ordner kann im Explorer sehr leicht gefunden werden. Der IT-Fachmann Pascal Reinheimer, Chef von reinheimer systemloesungen in Darmstadt: „Sie können darauf von allen Rechnern aus zugreifen, auf denen Sie sich mit Ihrem Microsoft-Nutzerkonto anmelden. Bedingung für eine Nutzung von OneDrive ist aber, dass Sie der Cloud vertrauen. Mehr zur Microsoft-Cloud finden Sie im Blog.