

Der Ratgeber „Schachmatt durch KI?“ beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Tatsache, dass Wirtschaftskriminalität zunehmend KI-getrieben ist. Statt menschlicher Krimineller sind zunehmend Supercomputer beteiligt, die Wege für Angriffe suchen. In diesem Zusammenhang: Wir hatten jüngst über das KI-Projekt Claude Mythos Preview berichtet, das in den Händen Krimineller „zu einer verheerenden Cyberwaffe“ (SPIEGEL Netzwelt) werden könnte. Maschinelle Intelligenz sucht Sicherheitslücken und kann Angriffsstrategien entwickeln.
„Wie Kriminelle ihre Betrugsmaschen professionalisieren und mit welchen Schachzügen sich Unternehmen schützen können.“ So lautet der Untertitel des Allianz-Trade-Dokuments. Gleich zu Anfang haben die Autoren einige erschreckende Zahlen aus unterschiedlichen Quellen zusammengestellt, die den Handlungsbedarf belegen.
Um 223 Prozent stieg laut Cybersecurity Outlook 2025 Global des World Economic Forum der Handel mit Deepfake-Tools in Darknet-Foren (Vergleich erstes Quartal 2023 mit erstem Quartal 2024). Ergänzend Quelle (Seite 15).
Um 442 Prozent wuchs laut CrowdStrike Global Threat Report 2025 zwischen dem ersten und zweiten Halbjahr 2024 die Zahl der weltweiten Voice-Pishing-Versuche. Um 218 Prozent stiegen im Jahr 2025 laut Allianz-Trade-Schadensstatistik die Schäden durch Fake-President-Fälle. „Fake-President-Betrug“ wird auch „CEO-Fraud“, „Chef-Masche“ oder „Fake-CEO-Scam“ genannt. Kriminelle geben sich dabei als Geschäftsführer, Vorstand oder andere hochrangige Führungskräfte aus, um Mitarbeiter zu manipulieren. Zumeist geht es den Angreifern um Geldüberweisungen oder sensible Daten. „Perfektion durch KI“ führe „zu Rekordschäden“ bei solchen Maschen.
Um 60 Prozent stieg 2025 im Vergleich zum Vorjahr die Schadenssumme bei Allianz Trade durch Social Engineering.
59 Prozent der Unternehmen in Deutschland sehen ihre Existenz durch Cyberattacken bedroht, heißt es unter Berufung auf die Bitkom-Studie Wirtschaftsschutz 2025.
Als „unterschätzte Gefahr“ sieht Dirk Koch, Partner in der Rechtsanwaltskanzlei
ByteLaw Rechtsanwälte in Frankfurt und Certified Ethical Hacker (CEHv11), Phishing. Längst sei es nicht mehr „der plumpe Betrug der frühen Internetjahre“, schreibt er in seinem Ratgeber-Beitrag. Vielmehr nähmen Cyberkriminelle heute ihre Opfer „mit chirurgischer Präzision ins Visier“ – auch mithilfe von KI. In seinem Aufsatz macht Koch auch auf Haftungsrisiken aufmerksam. Denn rechtlich seien „Unternehmen verpflichtet, Social-Engineering-Risiken aktiv zu managen …“.
Marie-Christine Kragh, Global Head of Fidelity bei Allianz Trade, und Tom Alby, Chef Digital Transformation Officer im Unternehmen, beschäftigen sich damit, wie KI die Angriffsrisiken erhöht. So sei etwa „Voice Cloning“, die täuschend echt wirkende Imitation vertrauter Stimmen, heute mit KI-Tools „von der Stange“ durchzuführen.
Am Schluss präsentiert der Ratgeber noch eine Liste von Vorsorgemaßnahmen. Dazu zählen etwa das „Vier- oder Mehr-Augen-Prinzip“ (wenn es zum Beispiel um größere Zahlungen geht) sowie die „Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeitenden für interne Richtlinien sowie kritische Situationen und Detektion von Auffälligkeiten“.
Unter der Überschrift „Sicherheitslücken schließen“ findet sich eine umfassende Fragen-Checkliste. Zwei für die IT-Sicherheit relevante Fragen möchten wir vorab herausgreifen, weil diese auch für uns als Systemadministratoren wichtig sind: „Werden Phishing‑resistente MFA (Passkeys, Hardware‑Token) genutzt?“ und „Existiert ein Business‑Continuity‑Plan für kompromittierte Accounts?“
Lesenswerter Ratgeber der Allianz Trade, derUnternehmensverantwortlichenn in überschaubarer Zeit Einblick in die KI-bedingt wachsenden (Cyber-) Risiken gibt. Hier downloaden.
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Allianz Trade: Kostenloser Ratgeber: Schachmatt durch KI? – hier downloaden
Der mythische „Claude“ gräbt 27 Jahre alte Schwachstelle in Betriebssystem aus!