

„A Case of Bromism Influenced by Use of Artificial Intelligence“
– dieser „Case Report“ der Fachpublikation Annals of Internal Medicine informiert über den Fall eines sechzigjährigen Amerikaners. Der Mann hatte seinen Salzkonsum reduzieren wollen und den KI-Chatbot ChatGPT nach einer Alternative zu Natriumchlorid gefragt. „Drei Monate lang hatte er Natriumchlorid durch Natriumbromid ersetzt, das er nach Rücksprache mit ChatGPT aus dem Internet bezogen hatte“, heißt es in dem Fachartikel (deutsche Übersetzung des amerikanischen Originaltextes).
Was genau der Chatbot dem Patienten mitgeteilt hatte, konnten die Autoren nicht rekonstruieren, weil sie keinen Zugriff auf das ChatGPT-Protokoll des Patienten hatten.
Allerdings erhielten sie auf die selbst gestellte Frage, durch was Chlorid ersetzt werden könne, ebenfalls eine Chatbot-Antwort, die Bromid enthielt. Eine konkrete Gesundheitswarnung habe es nicht gegeben, so der Case-Report.
Für den 60-Jährigen führte der Bromid-Konsum in die Notaufnahme. Dort suchte man nach der Ursache seiner Symptome (u. a. Paranoia sowie Halluzinationen). Am Ende erschien eine Bromvergiftung als wahrscheinlichste Ursache. Und im Gespräch mit dem Patienten stellte sich KI als Ursache für den Bromismus heraus.
Die Autoren raten am Schluss ihres Fachartikels, dass Behandelnde „angesichts der zunehmenden Nutzung von KI-Tools“ auch die „Informationsquellen ihrer Patienten“ im Blick haben sollten. Chatbots werden hier bedeutsamer. Via.
„PTA heute“ über Natriumbromid (NaBr): Diese Substanz sei früher in „Beruhigungsmitteln, Schlafmitteln und Antiepileptika“ eingesetzt worden. Heute sei das nicht mehr der Fall. Und deshalb seien Vergiftungen durch diese Substanz – Bromismus – selten geworden. Via. Nun ist die Gefahr zumindest im vorliegenden Fall zurückgekehrt.
„Ein offensichtlicher Nachteil besteht darin, dass der Chatbot keine physischen Untersuchungen vornehmen, Blut abnehmen oder ein Röntgenbild machen und auch kein dialogorientiertes Anamnesegespräch führen kann“, schreibt Volker Nürnberg, Professor für Gesundheitsmanagement, in einem Beitrag auf den Seiten der Allensbach-Hochschule. Zu den Risiken der KI-Auskünfte zählen nach seinen Worten „ungenaue, oder eben gar falsche Diagnosen, unzureichende Verweisung auf Hilfsangebote sowie Sicherheits- und Datenschutzbedenken aufgrund möglicher Verwendung veralteter Informationen“. Medizinische Laien können das naturgemäß nicht überschauen.
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Annals of Internal Medicine – „A Case of Bromism Influenced by Use of Artificial Intelligence“
PTA heute: Bromvergiftung: ChatGPT empfiehlt Salzersatz
Volker Nürnberg, Professor für Management im Gesundheitswesen an der Allensbach Hochschule: ChatGPT im Gesundheitswesen – Chancen und Risiken