

Am 11. Mai 2026 veröffentlichen das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Macher des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) den Cybersicherheitsmonitor. Bereits im April haben sie ein Fokusthema „Online-Betrug & Künstliche Intelligenz“ publiziert. Es basiert auf Antworten einer repräsentativen Stichprobe (3060 Interviews, Befragte ab 16).
70 Prozent der Befragten sind bereits KI-generierten Videos oder Bildern begegnet und knapp jeder Zweite glaubt, KI-Fakes erkennen zu können (ja, auf jeden Fall: 8 Prozent; eher ja: 39 Prozent). Tendenz: Die Zuversicht, dergleichen zu erkennen, ist unter Jüngeren (U30) deutlich höher als in der Generation Ü50. Blauäugigkeit oder Nachlässigkeit? Die Studie ergab auch, dass 32 Prozent der Befragten noch nie gängige Maßnahmen ergriffen haben, um Bilder oder Videos auf Echtzeit zu prüfen. Nur knapp jeder Fünfte hat geprüft, ob das Bild aus einer verlässlichen Quelle stammt. Nur 10 Prozent haben durch eine Google-Rückwärtssuche gecheckt, ob es auch andere Berichte über das Bild beziehungsweise das Video gibt. Wir haben hier die abgefragten Überprüfungsmaßnahmen komplett dokumentiert, um unseren Leserinnen und Lesern Informationen darüber zu geben, was man alles mit einfachen Bordmitteln tun könnte, um mit KI gefälschten Bildern und Videos auf die Spur zu kommen. Via.
| Methoden, KI-Fake in Videos oder Bildern zu erkennen | Tatsächliche Nutzung |
| Überlegen, ob die Szene realistisch ist. | 40 % |
| Nach Unstimmigkeiten suchen – z. B. bei Händen oder Schatten. | 28 % |
| In Kommentaren nachsehen, ob Nutzende auf den Einsatz von KI hingewiesen haben. | 23 %
|
| Quelle auf ihre Verlässlichkeit überprüfen. | 19 % |
| Text im Bild/Video prüfen, da KI Schrift oft verzerrt oder falsch darstellt. | 15 % |
| Begleittext, z. B. die Bildunterschrift, auf Übereinstimmung mit dem Bild/Video prüfen. | 14 %
|
| Ähnliche Bilder/Videos von der dargestellten Szene suchen, um deren Echtheit zu überprüfen. | 10 % |
| Rückwärtssuche (z. B. Google Bilder), um zu sehen, ob andere auch über das Bild/Video berichten. | 10 % |
| Auf Faktencheck-Portal nachschauen, ob über den Einsatz von KI berichtet wurde. | 7 %
|
| Metadaten des Bildes/Videos prüfen, z. B. auf KI-Modelle oder fehlende Kameradaten. | 6 %
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| Bild/Video auf einer Website hochladen, die KI-generierte Inhalte erkennt. | 6 % |
Der zweite Teil der Vorabveröffentlichung beschäftigt sich mit betrügerischen Geldanlagen. KI hilft den Gangstern dabei, für vermeintlich lohnende Anlagen zu werben. Fachleute sprechen von „Cybertrading Fraud“. Die Täter adressieren dabei Inflationsängste bei „normalen“ Spareinlagen und nutzen auch die Tatsache aus, dass viele sich mit Finanzprodukten insbesondere auch in Kryptoanlagen gar nicht auskennen. „Etwa drei Prozent aller Befragten [haben] bereits in Kryptowährung investiert und dabei Erfahrungen mit betrügerischen Anlagen gemacht, auf die sie durch
Werbung im Internet aufmerksam geworden waren“, heißt es dazu in der BSI-/ProPK-Veröffentlichung.
Auch das Wissen über KI-gestützte Möglichkeiten zur Tatbegehung ist gering: „Nur 38 Prozent halten es für möglich, dass Cyberkriminelle zum Beispiel ein KI-Programm manipulieren, damit dieses sensible Daten weitergibt“, so die Studienautoren. Und nur 40 Prozent der Befragten halten es für denkbar, dass Cybergangster unsichtbare Anweisungen für KI-Systeme in Dokumente einfügen. Dabei ist beides schon heute technisch möglich!
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